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Elemente (Euklid)
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Die Elemente (im Original ÎŁĎοΚĎÎľáżÎą Stoicheia âAnfangsgrĂźndeâ) sind eine Abhandlung des griechischen Mathematikers Euklid (3. Jahrhundert v. Chr.), in der er die Arithmetik und Geometrie seiner Zeit zusammenfasst und systematisiert. Das Werk zeigt erstmals musterhaft den Aufbau einer exakten Wissenschaft, da die meisten Aussagen aus einem begrenzten Vorrat von Definitionen, Postulaten und Axiomen hergeleitet und bewiesen werden.
Die Elemente wurden zweitausend Jahre lang als akademisches Lehrbuch benutzt und waren bis in die zweite Hälfte des 19. Jahrhunderts das nach der Bibel meistverbreitete Werk der Weltliteratur.cite-ref-2[2]cite-ref-3[3]
Contents
⢠Axiomatik
⢠Ăberlieferung
⢠Literatur
⢠Weblinks
⢠Anmerkungen
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Inhaltliche Ăbersicht
In den Teilen werden eine Reihe von Behauptungen (Propositionen) aufgestellt und je anschlieĂend bewiesen. Zu diesem Zweck werden zu Beginn des ersten Teils 23 Definitionen angegeben, und sogenannte Postulate (5 StĂźck) und Axiome (5 StĂźck) formuliert. Die folgenden Teile ergänzen weitere Definitionen, argumentieren ansonsten aber mit den Postulaten und Axiomen aus dem ersten Teil.
Heute unterscheidet man bei den Propositionen zwischen Lehrsätzen und Konstruktionsaufgaben, was noch im Originaltext nicht explizit geschah. Ebenfalls nachträglich, wurden die Propositionen durchnummeriert und fĂźr Querverweise in anderen Propositionen verwendet (im Original wurden die Ergebnisse vorangegangener Propositionen stattdessen komplett wiederholt). Zum Ende eines Beweises bediente sich Euklid zudem an den zwei Schlussformeln âwas zu beweisen warâ fĂźr Lehrsätze bzw. âwas auszufĂźhren warâ fĂźr Konstruktionen.cite-ref-6[6]
| Buch | I | II | III | IV | V | VI | VII | VIII | IX | X | XI | XII | XIII | Gesamt |
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| Definitionen | 23 | 2 | 11 | 7 | 18 | 4 | 22 | â | â | 16 | 28 | â | â | 131 |
| Postulate | 5 | â | â | â | â | â | â | â | â | â | â | â | â | 5 |
| Axiome | 5 | â | â | â | â | â | â | â | â | â | â | â | â | 5 |
| Behauptungen | 48 | 14 | 37 | 16 | 25 | 33 | 39 | 27 | 36 | 115 | 39 | 18 | 18 | 465 |
Axiomatik
Wesentlich am historischen Wert der Elemente, ist die axiomatische Methode zur BegrĂźndung mathematischen Wissens. Anstatt Aussagen intuitiv logisch zu begrĂźnden, hat das Werk den Anspruch, Behauptungen systematisch durch logische Schlussfolgerungen aus einer Sammlung von Grundannahmen (den 10 Postulaten bzw. Axiomen) herzuleiten und war damit wegweisend fĂźr weitere Anstrengungen zur Axiomatisierung mathematischer Teilgebiete bzw. der Mathematik als Ganzes â Wie sie insbesondere Ende des 19. und Anfang des 20. Jahrhunderts intensiv verfolgt wurde.
Obwohl im Werk zwischen Postulaten und Axiomen unterschieden wird, haben beide axiomatischen Charakter. Während erstere geometrische Grundannahmen zum Ausdruck bringen, sind letztere Annahmen zu logischen Zusammenhängen.
1. Postulat: âEs ist mĂśglich, eine und nur eine gerade Linie von einem beliebigen Punkt zu einem beliebigen anderen Punkt zu zeichnen.â
2. Postulat: âEs ist mĂśglich, eine begrenzte gerade Linie an jedem Ende zusammenhängend gerade zu verlängern, und zwar um einen Beitrag, der grĂśĂer ist als eine beliebige vorgegebene Länge.â
3. Postulat: âEs ist mĂśglich, einen und nur einen Kreis mit gegebenem Mittelpunkt und Radius zu zeichnen.â
4. Postulat: âAlle rechten Winkel sind einander gleich.â
5. Postulat: âWenn eine gerade Linie beim Schnitt mit zwei geraden Linien bewirkt, dass die innen auf derselben Seite entstehenden Winkel zusammen kleiner als zwei rechte werden, dann treffen sich die zwei geraden Linien bei Verlängerung ins Unendliche auf der Seite, auf der die Winkel liegen, die zusammen kleiner als zwei rechte sind.â
Das 5. Postulat, welches in einer abgewandelten Formulierung auch als Parallelenaxiom bekannt ist, sticht hierbei heraus. Es wurde historisch versucht, aus den anderen Postulaten herzuleiten (was es dann zu einem Theorem gemacht hätte, das Bemßhen darum ist auch als Parallelenproblem bekannt), was später als unmÜglich erkannt wurde. Stattdessen erÜffnet eine Abwandlung des 5. Postulats das Tor zu den sogenannten nichteuklidischen Geometrien.
Die Elemente sind trotz ihres auf den ersten Blick erscheinenden stringenten Formalismus weniger formal, als modernere Ansätze zur Axiomatisierung (vgl. Begriffsschritt von Frege, Principia Mathematica von Russell und Whitehead oder ZF-Mengenlehre von Zermelo und Fraenkel). Zwar werden Theoreme zur Geometrie aus 10 definitiven Annahmen gewonnen, die verwendeten Schlussregeln (die nach modernem Verständnis fßr jedes Formale System notwendig sind) werden allerdings nirgends eingefßhrt und nach intuitivem Verständnis angewandt. Auch greifen die Elemente auf keine Formelsprache zurßck, stattdessen werden Annahmen, Theoreme und Schlussfolgerungen umgangssprachlich ausgedrßckt.cite-ref-0-8-1[8]
Die einzelnen BĂźcher
Die 13 BĂźcher in Euklids Elemente schlĂźsseln sich wie folgt in Themengebiete auf (in Klammern die vermuteten Quellen):
Buch 1â6: Flächengeometrie, u. a. kongruente und ähnliche Figuren
⢠Buch 1: Von den Definitionen bis zum Satz des Pythagoras (Pythagoreer)
⢠Buch 2: Geometrische Algebra (Pythagoreer)
⢠Buch 3: Kreislehre (Pythagoreer)
⢠Buch 4: Vielecke (Pythagoreer)
⢠Buch 5: Proportionen (Eudoxos von Knidos)
⢠Buch 6: Proportionen in der ebenen Geometrie (Quellen unbekannt)
⢠Buch 7: Teilbarkeit und Primzahlen, (Pythagoreer)
⢠Buch 9: Gerade und ungerade Zahlen (Pythagoreer)
Buch 10: Geometrie fĂźr inkommensurable GrĂśĂen (Theaitetos)
Buch 11â13: Raumgeometrie
⢠Buch 11: Elementares zur Raumgeometrie
⢠Buch 12: Exhaustionsmethode (Eudoxos von Knidos)
⢠Buch 13: Die fĂźnf gleichmäĂigen KĂśrper (Theaitetos)
Zu diesen Bßchern kamen später noch zwei weitere hinzu, die aber nicht zu den eigentlichen Elementen gezählt werden:
⢠Buch 15: Ein nur arabisch und hebräisch erhaltenes Buch eines späteren unbekannten Autors, arabisch in Kommentaren von Muhyi al-DÄŤn al-MaghribÄŤ erhalten. Es behandelt die fĂźnf regulären Polyeder. MĂśglicherweise geht es auf griechische Ăberlieferung zurĂźck.
Bekannte Resultate
Euklids Elemente enthalten zahlreiche bedeutende mathematische Resultate. Zum Teil sind die Elemente die älteste Quelle fßr diese Resultate. Bekannt sind zum Beispiel:
⢠Buch 1, Postulat 5: Parallelenaxiom
⢠Buch 1, Proposition 9: Konstruktion der Winkelhalbierenden
⢠Buch 1, Proposition 15: Scheitelwinkelsatz
⢠Buch 1, Proposition 20: Dreiecksungleichung
⢠Buch 1, Proposition 29: Stufenwinkelsatz, Wechselwinkelsatz
⢠Buch 1, Proposition 32: Winkelsumme im Dreieck, AuĂenwinkelsatz
⢠Buch 1, Proposition 43: Satz vom Gnomon
⢠Buch 1, Proposition 47: Satz des Pythagoras (in verallgemeinerter Form mit einem zweiten Beweis in Buch 6, Proposition 31)
⢠Buch 2, Proposition 4: Erste Binomische Formel
⢠Buch 2, Proposition 5: Dritte Binomische Formel
⢠Buch 3, Proposition 20: Kreiswinkelsatz
⢠Buch 3, Proposition 31: Satz des Thales
⢠Buch 4, Proposition 11: Konstruktion des regelmäĂigen FĂźnfecks
⢠Buch 4, Proposition 16: Konstruktion des regelmäĂigen FĂźnfzehnecks
⢠Buch 5, Proposition 25: Spezialfall der Ungleichung vom arithmetischen und geometrischen Mittel
⢠Buch 6, Proposition 2: Erster Strahlensatz
⢠Buch 6, Proposition 3: Winkelhalbierendensatz fßr das Dreieck
⢠Buch 6, Proposition 4: Ăhnlichkeitssätze fĂźr das Dreieck
⢠Buch 6, Proposition 13: Konstruktion des Geometrischen Mittels
⢠Buch 6, Proposition 30: Teilung einer Strecke im Verhältnis des Goldenen Schnitts
⢠Buch 7, Proposition 2: Euklidischer Algorithmus
⢠Buch 7, Proposition 30: Lemma von Euklid
⢠Buch 9, Proposition 20: Existenz unendlich vieler Primzahlen (Satz von Euklid)
⢠Buch 10, Proposition 10: Irrationalität der Quadratwurzel von 2
⢠Buch 10, Proposition 29, Lemma 1: Erzeugung der pythagoreischen Tripel
⢠Buch 12, Proposition 10: Bestimmung des Kegelvolumens
⢠Buch 13, Proposition 8: Goldener Schnitt im regelmäĂigen FĂźnfeck
⢠Buch 13, Proposition 18 a: Klassifikation der platonischen KÜrper
Ăberlieferung
Die älteste erhaltene griechische Handschrift stammt aus dem Byzanz des Jahres 888 und wird in der Bodleian Library (Oxford) aufbewahrt (MS. DâOrville 301) und entspricht der Ausgabe in der Bearbeitung von Theon von Alexandria. Von besonderer Bedeutung ist eine griechische Handschrift aus dem 10. Jahrhundert in der Vatikanbibliothek (Vaticanus Graecus 190, von Heiberg P genannt), die einen Text vor der Bearbeitung durch Theon enthält und auf der alle neueren Ausgaben beruhen. Sie enthält Buch 1 bis 15 (sowie die Data, den Kommentar von Marinos zu den Data und einige Texte von Theon). Es gibt auch ein 1897 in Oxyrhynchus gefundenes Papyrusfragment (Oxyrhynchus 29, Bibliothek der University of Pennsylvania) wahrscheinlich aus der Zeit von 75 bis 125 n. Chr., das aber nur die Proposition 5 aus Buch 2 enthält, und ein Papyrusfragment aus Herculaneum (Nr. 1061) mit der Definition 15 aus Buch 1.
Sowohl die Version von Theon als auch Vatikan 190 enthalten Erläuterungen bzw. kleinere Zusätze älterer Bearbeiter, die sogenannten Scholia.
Eine Ăbersetzung des Boethius aus dem Griechischen ins Lateinische (um 500) ist nur teilweise und auch nur in späteren Bearbeitungen erhalten. FrĂźhere Ăbersetzungen ins Lateinische (vor Boethius) sind verloren.
Von den zahlreichen arabischen Ăbersetzungen und Kommentaren waren fĂźr die Ăberlieferung besonders die beiden nur fragmentarisch bekannten Ăbersetzungen des al-Haggag (oder al-Haddschadsch) gegen Ende des 8. Jahrhunderts und diejenigen von Ishaq ibn Hunayn / Thabit ibn Qurra (Ende 9. Jahrhundert) bzw. von Nasir Al-din al-Tusi (1248) von Bedeutung. Al-Nayrizi schrieb Anfang des 10. Jahrhunderts einen Kommentar, basierend auf der Ăbersetzung von Al-Haggag.cite-ref-9[9]
Die erste mittelalterliche Ăbersetzung der Elemente ins Lateinische stammt von dem Engländer Adelard von Bath.cite-ref-10[10] Dieser durchstreifte im 12. Jahrhundert Europa auf der Suche nach Handschriften und Ăźbertrug so um 1120 auch dieses Werk aus dem Arabischen. Unabhängig davon wurden die Elemente im gleichen Jahrhundert in Spanien von mindestens zwei weiteren berĂźhmten Ăbersetzern aus dem Arabischen Ăźbertragen: von Hermann von Kärnten und von Gerhard von Cremona.cite-ref-11[11] Die einflussreichste der frĂźhen Ăbersetzungen war die von Campanus von Novara (um 1260) ins Lateinische (er benutzte die Ăbersetzung von Adelhard von Bath und andere Werke), die auch später die Grundlage der ersten Drucke der Elemente war und bis ins 16. Jahrhundert die dominierende Ausgabe war, als Ăbersetzungen direkt aus dem Griechischen diese ablĂśsten. Insgesamt sind die Elemente eine der häufigsten in Handschriften Ăźberlieferten Texte des Mittelalters in zahlreichen unterschiedlichen, meist ziemlich freien Versionen.
Ebenfalls im 12. Jahrhundert entstand in SĂźditalien oder auf Sizilien eine weitere Ăbersetzung der Elemente aus dem Griechischen, deren Autor jedoch unbekannt ist. Wegen des Stils der Ăbersetzung liegt die Vermutung nahe, dass es sich bei diesem Autor um denselben handelt, der um 1160 auch den Almagest des Ptolemäus Ăźbersetzte. Sie wurde 1966 von John E. Murdoch identifiziert.cite-ref-12[12]cite-ref-13[13]
NatĂźrlich gehĂśrten Die Elemente zu den ersten Werken, die man gedruckt haben wollte. Die erste lateinische Ausgabe, beruhend auf der Ăbersetzung von Campanus von Novara, erschien 1482 in Venedig. Die vorbereitende Bearbeitung des Regiomontanus blieb in den 1460er Jahren unvollendet. Eine vollständige Ăbersetzung aus dem Griechischen von Bartolomeo Zamberti (oder Zamberto, 1473 bis nach 1543) konnte dann 1505 gedruckt werden. Aus dieser Zeit nach der Erfindung des Buchdrucks werden hier nur noch einige wichtige Werke hervorgehoben: die Ăbersetzung des Federicus Commandinus (1509â1575) aus dem Griechischen (1572), die ausfĂźhrlich kommentierte Ausgabe von Christoph Clavius (1574) und die Oxford-Ausgabe der Werke Euklids von David Gregory 1703 (Griechisch/Lateinisch). All dies waren Ăbersetzungen ins Lateinische. Die erste Ăbersetzung in eine moderne westliche Sprache verĂśffentlichte Niccolò Tartaglia 1543. Die erste deutsche Ăbersetzung erschien 1555 (Johann Scheubel)cite-ref-14[14] und Simon Marius verĂśffentlichte 1609 die erste deutsche Ăbersetzung (der ersten sechs BĂźcher) direkt aus dem Griechischen. Die erste englische Ăbersetzung erschien 1570 (Henry Billingsley),cite-ref-15[15] die erste franzĂśsische 1564 (Pierre Forcadel),cite-ref-16[16] die erste spanische 1576 (Rodrigo Zamorano)cite-ref-17[17] und die erste niederländische 1606 (Jan Pieterszoon Dou).cite-ref-18[18] Die erste Ăbersetzung ins Chinesische (der ersten Teile) erfolgte von Xu Guangqi und Matteo Ricci (1607). In den volkstĂźmlichen Ausgaben ab dem 16. Jahrhundert wurden allerdings häufig Vereinfachungen und Bearbeitungen vorgenommen, die Beweise durch Beispiele ersetzt und es wurden auch meist nicht alle BĂźcher der Elemente herausgegeben, sondern typischerweise nur die ersten sechs.
Die erste gedruckte Ausgabe des griechischen Textes (Editio Princeps) erfolgte bei Simon Grynaeus 1533 in Basel.
Bekannte Kommentare schrieben in der Antike Proklos und Theon von Alexandria, der in seiner Ausgabe der Elemente eigene Bearbeitungen vornahm.cite-ref-19[19] Alle im Westen bekannten Ausgaben beruhten bis ins 19. Jahrhundert auf Text-Versionen, die von Theon und seiner Schule abstammten. Erst Johan Ludvig Heiberg rekonstruierte eine Originalfassung aufgrund einer Handschrift (Vaticanus Graecus 190), die nicht auf der Ăberlieferungslinie von Theon beruhte, und die François Peyrard unter den von Napoleon aus dem Vatikan beschlagnahmten BĂźchern entdeckte. Daraus verĂśffentlichte Peyrard 1804 und 1814â1818 eine franzĂśsische Ăbersetzung, die in Deutschland von Johann Wilhelm Camerer und Karl Friedrich Hauber fĂźr ihre lateinisch-griechische Ausgabe der ersten sechs BĂźcher 1824/25 benutzt wurde. Nach der Ausgabe von Heiberg verĂśffentlichte Clemens Thaer eine deutsche Ăbersetzung (1933â1937).
1996 kritisierte Wilbur Richard Knorr Heibergs Textausgabe, die der griechischen Ăberlieferungslinie folgt und als Standardausgabe gilt, anhand der arabischen Ăberlieferungslinie (mit der sich Heiberg 1884 anlässlich der Untersuchungen zum arabischen Euklid von Martin Klamroth auseinandergesetzt hatte).cite-ref-20[20]
Literatur
⢠Euklids Elemente, funfzehn BĂźcher. Ăbersetzt von Johann Friedrich Lorenz, Halle 1781 (online).
⢠Johan Ludvig Heiberg, Heinrich Menge (Hrsg.): Euclidis Opera Omnia. Leipzig, Teubner, ab 1888, Band 1â5 mit den Elementen (davon die Scholia in Band 5), neu herausgegeben bei Teubner 1969 bis 1977 als Euclidis Elementa (griechisch, lateinisch).
⢠Euklid: Die Elemente. BĂźcher IâXIII. Hrsg. u. Ăźbers. v. Clemens Thaer. 4. Auflage. Harri Deutsch, Frankfurt a. M. 2003 (= Ostwalds Klass. d. exakten Wiss. 235, 236, 240, 241, 243). Die Ăbersetzung erschien zuerst 1933â1937. ISBN 3-8171-3413-4.
⢠Max Steck: Bibliographia Euclideana. Die Geisteslinien der Tradition in den Editionen der âElementeâ des Euklid (um 365â300). Handschriften, Inkunabeln, FrĂźhdrucke 16. Jahrhundert. Textkritische Editionen des 17.â20. Jahrhunderts. Editionen der Opera minora (16.â20. Jahrhundert). Nachdruck, hrsg. v. Menso Folkerts. Gerstenberg, Hildesheim 1981.
⢠Benno Artmann: Euclid â The Creation of Mathematics. Springer, New York / Berlin / Heidelberg 1999, ISBN 0-387-98423-2 (englische EinfĂźhrung in Aufbau und Beweistechnik der Elemente).
⢠The thirteen books of Euclidâs elements. Hrsg. und Ăźbers. v. Thomas Heath, 3 Bände, Cambridge University Press 1908, Nachdruck Dover 1956 (englische Ăbersetzung mit ausfĂźhrlichem Kommentar und Einleitung zu Euklid).
⢠Max Simon: Euklid und die sechs planimetrischen BĂźcher. Teubner, Leipzig 1901 (Ăbersetzung der ersten sechs BĂźcher).
⢠Martin Klamroth: Ăber den arabischen Euklid. In: Zeitschrift der Deutschen Morgenländischen Gesellschaft. Band 35, 1881, S. 270â326 (Online).
⢠John E. Murdoch: Euclid. Transmission of the Elements. In: Dictionary of Scientific Biography. Band 4, 1971, S. 437â459.
⢠Benjamin Wardhaugh: Encounters with Euclid. How an Ancient Greek Geometry Text Shaped the World. Princeton University Press, 2021, ISBN 978-0-691-21169-5 (englische Hardcover Ausgabe als The Book of Wonders â The Many Lives of Euclidâs Elements, Harper Collins 2020).
⢠deutsche Ausgabe: Begegnungen mit Euklid: Wie die Elemente die Welt veränderten. Harper Collins, Hamburg 2022, ISBN 978-3-7499-0209-5.
⢠Isaac Todhunter: The Elements of Euclid for the Use of Schools and Colleges. Macmillan, London 1872 (englisch); Volltext (Wikisource).
Weblinks
Commons
: Elements of Euclid
â Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien
⢠Die Elemente des Euklid, Euklides: Stoicheia. Die Elemente ins Deutsche ßbertragen.
⢠Norbert Froese, Euklid und die Elemente. (PDF; 540 kB) Gliederung und Inhalt der Elemente, 37 S.
⢠W. D. Geyer: Euklid: Die Elemente â eine Ăbersicht. (PDF; 275 kB) Vorlesung Ăźber antike Mathematik, SS 2001, Uni-Bielefeld.de
⢠Euclidâs Elements. Online-Version mit Java-Applets und Bibliographie von D. E. Joyce.
⢠Euklids Elemente. Der griechische Originaltext.
Anmerkungen
cite-note-11. The Earliest Surviving Manuscript Closest to Euclid's Original Text : History of Information. Abgerufen am 16. Januar 2026.
cite-note-22. â Belegt wird die Bedeutung des Euklid und der Elemente unter anderem durch den Mathematiker und Philosophen Paul Lorenzen, der in der Einleitung seiner Elementargeometrie schreibt (S. 9): âEuklid ist der berĂźhmteste Geometer der Welt. Die Bibel und Euklids âElementeâ waren fast 2000 Jahre lang bei weitem die meistgelesenen BĂźcher. Was bei uns im SchĂźlerjargon âMatheâ heiĂt, heiĂt im englischen Sprachraum immer noch âEuclidâ. Aber während sich die Leser des Alten Testaments zerstritten in Leser des Neuen Testaments und des Korans, hat Euklid das gleiche Interesse bei jĂźdischen, christlichen und islamischen Gelehrten behalten. Obwohl man von seinem Leben (um 300 ante in Alexandrien am Hof des ersten Ptolemäers) fast nichts weiĂ, gibt es seit der Spätantike lateinische, seit etwa 800 arabische Ăbersetzungen. In der Scholastik war die Ăbersetzung von Campanus (13. Jh. nach arabischer Vorlage) maĂgebend â sie wurde 1482 gedruckt. Bis weit ins 19. Jahrhundert wurden die Elemente als Schulbuch gebraucht.â
cite-note-33. â In gleicher Weise äuĂert sich der Geometer und Mathematikhistoriker Howard Whitley Eves in An Introduction to the History of Mathematics (S. 115): â[âŚ] No work, except the Bible, has been more wideley used, edited or studied, and probably no work has exercised a greater influence on scientific thinking. Over a thousand editions of Euclid's Elements have appeared since the first one printed in 1482, and more than two millennia this work has dominated all teaching of geometry.â
cite-note-44. â Dirk W. Hoffmann: Die GĂśdel'schen Unvollständigkeitssätze. 1. Auflage. Springer Spektrum, 2013, ISBN 978-3-8274-2999-5, S. 14: âSein Werk bestand aus 13 Teilen, die wir heute als Kapitel bezeichnen wĂźrden und die bei Euklid BĂźcher heiĂen.â
cite-note-55. â Dietmar Herrmann: Die antike Mathematik. 2. Auflage. Springer Spektrum, Heidelberg 2020, ISBN 978-3-662-61394-8, S. 144: âDie um 325 v. Chr. verfassten Elemente (ÎŁĎοΚĎÎľáżÎą = AnfangsgrĂźnde) enthielten 13 BĂźcher, die später auf 15 BĂźcher erweitert wurden.â
cite-note-72. David E. Joyce: Euklid's Elements. 1996, abgerufen am 30. Dezember 2025 (englisch).
cite-note-0-88. â Dirk W. Hoffmann: Die GĂśdel'schen Unvollständigkeitssätze. 1. Auflage. Springer Spektrum, 2013, ISBN 978-3-8274-2999-5, S. 15.
cite-note-99. â Von Maximilian Curtze 1899 als Supplement zur Heiberg-Ausgabe in der lateinischen Ăbersetzung von Gerhard von Cremona verĂśffentlicht.
cite-note-1010. â Hubert L. L. Busard: The first latin translation of Euclidâs elements commonly ascribed to Adelhard of Bath. Toronto 1983. Es gibt drei verschiedene Versionen der Ăbersetzung von Adelhard (Marshall Clagett: The medieval latin translation from the Arabic of the Elements of Euclid with special emphasis on the versions of Adelhard of Bath. Isis, Band 44, 1953, S. 16â42).
cite-note-1111. â Hubert L. L. Busard: The latin translation of the arabic version of Euclids Elements commonly ascribed to Gerard of Cremona. Brill, Leiden 1984.
cite-note-1212. â John Murdoch: Euclides Graeco-Latinus: a hitherto unknown medieval latin translation of the Elements made directly from the Greek. Harvard Studies in Classical Philology, Band 61, 1966, S. 249â302.
cite-note-1313. â Diese Ăbersetzung wurde von Hubert L. L. Busard herausgegeben: The medieval latin translation of Euclidâs elements made directly from the Greek. Steiner, Stuttgart 1987.
cite-note-1414. â Scheubel: Das sibend, acht vnd neunt buch des hochberuembten Mathematici Euclidis Megarensis, Augsburg 1555, nach Ulrich Reich Scheubel, Johannas. Neue Deutsche Biographie 2005. Nach Thomas Heath war die erste deutsche Ăbersetzung 1558 in Basel die Ăbersetzung der BĂźcher 7 bis 9 durch Johann Scheubel, der schon 1550 eine griechisch-lateinische Ausgabe der ersten sechs BĂźcher herausgegeben hatte. Xylander gab 1562 eine deutsche Ausgabe der ersten sechs BĂźcher heraus, die aber fĂźr Praktiker bestimmt war und sich groĂe Freiheiten herausnahm (Weglassen der Beweise u. a.).
cite-note-1515. â GesamtĂźbersetzung. Sir Henry Billingsley (gestorben 1606) war ein wohlhabender Londoner Kaufmann, der 1596 BĂźrgermeister (Lord Mayor) Londons wurde.
cite-note-1616. â Ein SchĂźler und Freund von Pierre de la RamĂŠe und Professor fĂźr Mathematik am Collège Royale. Er Ăźbersetzte neun BĂźcher genauso wie Errard de Bar-le-Duc in der zweiten franzĂśsischen Ausgabe 1604.
cite-note-1717. â Die ersten sechs BĂźcher.
cite-note-1818. â Scriba, Schreiber: 5000 Jahre Geometrie. Springer Verlag, 2005, S. 249.
cite-note-1919. â Er gab selbst darauf einen Hinweis in seinem Kommentar zum Almagest, wo er schrieb die letzte Proposition in Buch 6 seiner Version der Element stamme von ihm. Peyrard fiel in der Vatikan-Handschrift auf, das diese Proposition fehlte.
cite-note-2020. â Knorr: The wrong text of Euclid. On Heibergâs text and its alternatives. In: Centaurus. Band 38, 1996, S. 208â276